Ökologische Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft

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Ökologische Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft

Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft bedeutet, Ressourcen optimal zu nutzen. Diese zielgerichtet und verantwortungsvoll einzusetzen sowie damit ein Produkt zu schaffen, das langlebig und vielseitig verwendbar ist. Als Privatperson besteht fast keine Nachhaltigkeit, vor allem wenn der Wohnungsmarkt angespannt ist. Die private Eigentumswohnung kann aber dennoch durch gezieltes Aussuchen, nachhaltig angeschafft werden. Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft nicht nur auf Neubauten ab, sondern richtet sich vor allem an bereits bestehende Bauten. Dabei liegt das Augenmerk darauf, welche Maßnahmen im Nachhinein gesetzt werden können, um Energien und Ressourcen besser zu nutzen.

Wie ist Nachhaltigkeit realisierbar?

Der Trend zur Urbanisierung ist weltweit spürbar. Die Menschen wollen eine private Eigentumswohnung mit ausreichenden Arbeitsmöglichkeiten sowie breit gefächerten Freizeitangebot verbinden. Dazu kommen die steigenden Kosten für die private Eigentumswohnung, vor allem Fahrtkosten. Darüber hinaus belastet das Pendeln die Umwelt. Da laut Prognosen der Universität München die Stadtbevölkerung bis 2050 auf ca. 6,5 Milliarden Menschen angestiegen sein wird, muss rechtzeitig für die nötige Infrastruktur gesorgt werden. Damit dies machbar ist, muss aktiv und interdisziplinär zusammengearbeitet werden.

Diese Ansätze der Nachhaltigkeit sind nicht neu, wurden aber über die letzten Jahrzehnte wieder außer Acht gelassen. Gebäude wurden so ausgelegt, dass auch ein Puffer für zukünftige Mehrnutzung vorgesehen war. Es wurde vorausschauender geplant als in den letzten 20 Jahren. Die wirksame Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft (Reet, Ziegel, Holz) ging zu gunsten der Prestigebauten aus Stahl, Beton und Glas in Vergessenheit.

Deshalb wird jetzt an der Technischen Universität München laut Christian Hepf, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter am Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen von Professor Thomas Auer interdisziplinäre mit anderen Lehrstühlen und Fachrichtungen zusammengearbeitet. Dazu gehören die Fakultäten Architektur, Ingenieurwesen sowie Elektro- und Informationstechnik.

Worum geht es genau?

Hochhäuser bestehen aus schwer recycelbaren Materialien, wie zum Beispiel Glas, Beton und Stahl und sind sehr energieintensiv. Diese Gebäude erfordern doppelt so viel Energie für Belüftung, Klimatisierung und Beheizung. Durch Nachrüsten kann einiges wieder eingespart werden, jedoch bedeutet das eine neuerliche Investition. Diese soll aber auf keinen Fall auf die Mieter abgewälzt werden, da Wohnraum sowieso schon für viele schwer leistbar ist.

Ökologisches Bauen mit Nachhaltigkeit von A bis Z schließt

  • die Ressourcen beim Bau von der Planung bis zur Realisierung inklusive vorausschauendes, komplexes Denken,
  • die Art des Baus und seiner Umgebung,
  • die Nutzung (privat, gewerblich, öffentlich, etc.)
  • das Recycling verwendeter Rohstoffe,
  • minimaler Wartungs- und Reparaturaufwand,
  • die Energiebewirtschaftung des Gebäudes sowie
  • das Mikroklima des Gebäudes

mit ein.

Welche Lösungen zur Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft werden angedacht oder wurden bereits erfolgreich umgesetzt?

Komplexe Lösungen sehen geförderte Maßnahmen für Umbauten vor. Werden Gebäude abgerissen, wird versucht, Materialien wiederzuverwenden. Somit wurde der Energieverbrauch stark gesenkt. Große Glasscheiben verbrauchen viel Energie. Ein Heat-Mirror wird mit einer elektrochromen Scheibe kombiniert. Durch das Anlegen geringer elektrischer Spannung wird die Lichtdurchlässigkeit verändert und somit kühlt, verdunkelt oder wärmt. Somit wird Energie gespart. Smart Home ist bereits fixer Bestandteil vieler Neubauten. Dabei geht es um die externe digitale Energiesteuerung von Gebäuden, um Ressourcen zu sparen. Diese Technologie soll bei bereits bestehenden Gebäuden ebenfalls angewandt werden können. Die Scheiben sind dimmbar und passen sich so automatisch der jeweiligen Wetterlage an. Die Idee dahinter ist eine kostengünstige Verbesserung des Energiehaushaltes. Scheiben können ausgetauscht werden. Es muss nicht das gesamte Gebäude verändert werden.

Ein Supermarkt ist ein Paradebeispiel für Nachhaltingkeit in der Bauwirtschaft, indem er Stampflehm aus der nahen Baugrube zum Bau verwendete. Baumaterialien sind Mangelware. Im arabischen Raum ist Bausand mittlerweile Mangelware. Deshalb wird Bausand und Kies illegal abgebaut. Somit wird erhöhtes Gefahrenpotenzial für Überschwemmungen geschaffen. In Indonesien und Sumatra werden neue Bauten nur nach altbewährten Methoden aus Bambus und Lehm aus der Umgebung nachhaltig und energieeffizient hergestellt. In Kanada erfreuen sich selbstgebaute, traditionelle Blockhäuser einer nie dagewesenen Rennaissance.

Laut MIT (Massachussetts Institut of Technology) kann durch gebrauchte Plastikflaschen Beton stabiler hergestellt werden. Gleichzeitig wird die CO2-Emmission bei der Herstellung des Zements um 20 Prozent reduziert. Das pulverisierte Plastik wird dem Zement beigemischt und mit Gammastrahlen bestrahlt. Plastik wird effizient und sinnvoll recycelt. Das ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn punktet mit Nachhaltigkeit, indem es die Geothermie des Grundwassers zur Energieversorgung nutzt.

Call-to-Action:

Nutzen Sie das vorhandene Wissen und Ressourcen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit! Recyclen Sie Plastik auch für die private Eigentumswohnung!

Fazit

In den letzten Jahren wurde in Deutschland begonnen, Bauschutt, Baggergut und Bodenaushub wieder zu verwerten. Bei der Herstellung der Wohnhäuser auf Sumatra, Borneo und Java wird der Lehmaushub für die Häuser als Verputz bzw. weitere Ausgestaltung des Innenraums für das fertige Haus verwendet. Somit zeigen viele neue Ansätze, dass auch aus althergebrachten Methoden gelernt werden kann, um für Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft zu sorgen.

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